Wasserquellen (Übung aus „Raum zum Schreiben“)

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Wasserquellen (Übung aus „Raum zum Schreiben“)

Isak Dinesen (eigentlich Karen Christence von Blixen-Finecke, geborene Dinesen, (* 17. April 1885 in Rungstedlund bei Kopenhagen; † 7. September 1962)  sagt:  „Das universelle Heilmittel ist Salzwasser – Schweiß, Tränen oder das Meer.“

Was bedeutet Wasser für mich? Zuerst würde ich sagen, dass es mein Überleben sichert. Denn ohne Wasser ist es am Ende sehr schwierig. Wenn ich an Wasser denke, fällt mir zuerst das Meer ein, eben dieser salzige Geruch sowie das ungestüm fordernde Wasser, welches mit aller Naturgewalt alles mit sich reißen kann. Somit hat Wasser für mich auch etwas mit Gefühlen oder Zerstörung zu tun.

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Wasser ist auch Geborgenheit, denn es ist nichts schöner, als vom warmen oder kühlen Nass umarmt zu werden. Ich empfinde es als tröstend und es fordert keine Handlung, es ist einfach da.

Wasser kommt auch aus unseren Augen, dann ist es salzig. Es kann als Freude sowie als Schmerz über uns rollen. Am liebsten hätte man es doch zur Freude. Doch auch der Schmerz muss rollen, so erfüllt es doch eine wichtige Aufgabe. Schlimm für die Menschen, die es nicht laufen lassen können und diese Art von Befreiung und Reinigung nicht erleben dürfen.

Eine andere Art von Reinigung erfährt unser Körper im Sinne von Schweiß. Oh – da gibt es ja schöne Arten, Schweiß zu produzieren, wenn man mal vom Sport absieht. Auch dieser ist salzig und reinigend, aber sicher auch betörend.

Das schönste ist aber die Form von Wasser in dem Beginn von Dampf, aufsteigend in die Formation der Wolken und des Hinablassens auf unsere Haut. Es gibt doch nichts Schöneres als Wasser in Form von Tropfen mit all unseren Sinnen zu erfassen. Ich kann mir keine andere schöne Wasserformation vorstellen, die uns so sanft berührt, sei es im Sinne des Fühlens oder Sehens beim Betrachten der Wolken.

Da hätten wir noch die Schneeflocken oder Schneekristalle. Aus künstlerischer Sicht sind sie einmalig und jedes für sich ein Unikat. Ob an unseren Fensterscheiben, auf den Fingern für kurze Zeit aufgefangen oder in den Bäumen, es ist einfach herrlich.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wasser hat aber auch eine tragende Rolle. Wie am toten Meer. Unglaubliches Ding, einfach oben auf dem Wasser liegen zu können, so als hätte man die Schwerkraft verloren. Das muss ich noch unbedingt ausprobieren.

Wenn es seine Eigenschaft in Eis verwandelt, können wir sogar über das Wasser laufen – anders als in der Bibel – aber wir haben Spaß dabei, das Knistern zu hören und die verborgenen Dinge darunter zu beobachten. Das ist gleichzeitig Gefahr und Faszination.

Am wichtigsten aber ist für mich das Leitungswasser. Denn das ist purer Luxus für uns – im Gegensatz zu anderen Ländern auf dem Globus. Wir können einfach Wasser aufdrehen, abfüllen und trinken, wann immer wir wollen. Das ist purer Luxus für mich.

In diesem Sinne – Prost!

 

 

 

 

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Eine Antwort »

  1. Gefällt mir. Der beschriebene positive Zugang zu unserer Lebensgrunde Wasser ist, bedauerlicher Weise, vielen Nutzern in ihrer Gedankenlosigkeit gänzlich unbekannt. Der von Dir angesprochene pure Luxus wird in unseren Regionen als nicht hinterfragte Normalität empfunden. Schätzen wir uns glücklich, dass wir uns noch nicht um diese Ressource nachhaltig konkurrenzieren müssen. Viele Beispiele auf unserer Erde sprechen leider eine andere Sprache.
    Herzliche Grüße aus einem, Gott sei Dank, wasserreichen Land.

    Gefällt 2 Personen

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