Archiv der Kategorie: Gekritzel

Was bedeutet das eigentlich – LEBEN?

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Diesen Satz habe ich in der Zeitschrift DIE ZEIT gefunden, er hat mich sehr beschäftigt.

Was bedeutet – LEBEN? Sicher für jeden Menschen etwas anderes. Was bedeutet es für Euch?

Ich habe lange darüber nachgedacht. Es ist nicht das durch den Tag hangeln, die Hetze nach „was eigentlich?“ oder Bedürfnisse anderer Menschen erfüllen. Weder die ständige Verbundenheit ohne Verbunden zu sein noch die Party, die man meint zu verpassen. Auch nicht die Termine, die uns lähmen, weil wir so viel wie möglich in die Woche packen wollen um jedem gerecht zu werden.

Für mich bedeutet LEBEN das fließende Wasser mit Stromschnellen, Hindernissen, Geraden und Kurven. Wie langweilig wäre es, wenn alles glatt läuft? Es ist ein Schiff, welches mal schnell und auch langsam fährt. Durch Hindernisse gestoppt wird um nachzudenken und zu fühlen, ist das Tempo noch richtig oder kann ich auch mal anlegen. Den Kurs neu ausrichten und neue Wege versuchen. Die Umgebung zu genießen und überhaupt wahrzunehmen. Den Menschen zuzuhören und auch mal beiseite zu stehen. Nach innen zu schauen um zu Erkennen, ob es noch mein Weg ist. Jeden Tag möglichst bewusst zu leben und die Dinge zu tun, die ich mag oder mir Freude bereiten, ohne mich verbiegen zu müssen. Freude leben und Liebe spüren. In Liebe sein und sich ein Stück mit der Welt verändern.

Ja – das ist für mich Leben. Denn mein Motto war schon immer: Stillstand ist der Tod!

 

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Sonnengrau

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Sonnengrau

 

….ist keine Farbe im eigentlichen Sinn. Es ist wie ein Schatten, der sich über den Asphalt zieht. Er dringt in dich ein, umhüllt dich und lässt dich nicht entkommen. Sonnengrau ist Umhüllung und Entblößung zugleich. Umhüllt mit dem Gefühl der Traurigkeit, die du kennst und entblößt wenn du drüber sprichst. Du kannst nichts dagegen tun. Man kann es nicht verstehen.

Ab und an kommt ein wenig Licht durch. Es spinnt seine feinen Fäden wie Sonne durch das Grau, die kleine Spalten bilden. Dann kannst du hinaus sehen und die Farben erkennen, die durch das Fenster eindringen wollen. Wie eine andere weit entfernte Welt. Doch das Sonnengrau merkt dies sofort und schließt schnell die Lamellen.

Du willst es erfassen, einfangen und loswerden, aber der Dunst ist zu stark. Wenn der Herbst kommt und die Tage dunkler sind, hat die Sonne nicht genug Kraft für das Grau. So scheinst du ausgeliefert zu sein. Doch irgendwo kommt irgendwann dann eine Hand und wischt mit einer Bewegung den Dunst weg. Es ist die Liebe. Sie ist stärker als alles Grau und du spürst die Sonne mit Wärme und Licht.

 

Mein Auto und ich … (Übung aus Raum zum Schreiben)

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Mein Auto und ich … (Übung aus Raum zum Schreiben)

….sind eine Symbiose aus bösem Gesicht und Forderung. Ha…ihr staunt? Ja Auto und ich bei einer Frau ist ja auch schon etwas merkwürdig. Normalerweise würden doch Männer über ihre Beziehung zu einem Auto schreiben. So bin ich…..eben andersartig! Wie ich damals – 2009 – überlegt habe, mir ein altes neues Auto zuzulegen landete ich in einem Verkaufsladen mit Stern. Das ist dem geschuldet, dass mein liebster Freund und damaliger Begleiter ein absoluter Fan davon war. Was Verarbeitung, Qualität und Zuverlässigkeit betrifft, gäbe es nicht besseres.

Ich glaube der Verkäufer hatte noch nie ein so lustiges Verkaufsgespräch. Ursprünglich wollte ich nur eine Aufstockung meines etwas langsam aus dem Quark kommenden Autos, was aber den Nachteil hatte, dass der angebotene Wagen – außer dem Fahrersitz – nicht alle Sitze entfernen konnte. Der alte konnte das. Das wäre schon nötig für die Apfelernte – ihr wundert euch sicher wieder – bei einer Stadt-Frau? Außerdem ist Transportieren bei meinem großen Garten noch zusätzlich ein Punkt, der erfüllt sein will. Denn für mich ist das Auto ein Gebrauchsgegenstand, meistens dreckig und unaufgeräumt. Für die Wartung habe ich zum Glück diesen treuen Freund. Da musste ich umdenken und sah Black Jack, so hatte ich ihn liebevoll genannt. Wesentlich geräumiger als der alte. Weiterhin fand ich die Musikanlage sehr gut und so saßen wir zum Test in diesem Auto und drehten voll auf. Als mich der Verkäufer fragte, wie schnell ich denn denke dass dieser von 0 auf 100 kommt, sagte ich ganz unverblümt – 6 Sekunden. Immerhin hatte der doch 136 PS…..was weiß ich als Mädchen schon davon. Das sorgt für ordentliche Lacher bei den Männern. (nein ich bin nicht blond)

Der Verkäufer schaute etwas merkwürdig als ich sagte, ich glaube mir gefällt das Gesicht, der guckt so böse, wie ich, wenn es nicht schnell genug weiter geht. Denn die Leute haben immer so viele Dinge zu tun, außer Auto zu fahren – ich berichtete schon mal hier. DAS REGT MICH VOLL AUF! Deshalb muss mein Auto böse schauen, damit die Platz machen :-). Frau Vera Birkenbihl nennt diese Menschen auch die „Reinschneider“ (bei 1 St und 7 Min.) und genau wie bei ihr läuft dann bei mir ein Programm ab, das nicht mehr zu stoppen ist. Und NEIN !… ich schaue mir beim Autofahren auch nicht zu.

So sagt mein Freund immer zu anderen Freunden: „Nehmt die Angela mit, dann braucht ihr einfach nicht selber schimpfen, die macht das gut.“ Meine Freundin würde jetzt sagen: „Wie peinsam.“ Ich glaube das Wort gibt es nur bei ihr oder in Hannover. Et es wie et es. Zwischenzeitlich bin ich ruhiger geworden und versuche es immer damit, dass der Mensch vor mir gar nichts dafür kann. Tja, klappt nicht, ich bin trotz dieser Übung nach zwei Minuten von 0 auf 500. Läuft!

Doch zurück zu meinem Auto. Wenn es – und das hatte es leider schon häufig in großem Ausmaße – wieder irgendwelche Macken zeigt, wo mir der Werkstatt-Verantwortliche schon mit der Bemerkung kommt „das hat diese Baureihe gerne“ sage ich zu ihm: „Wenn Du jetzt nicht aufhörst, verkaufe bzw. verschrotte ich dich oder trete dich in den A…..“ Hilft! Ich habe mich nach diesen vielen Jahren an Black Jack gewöhnt und er fährt sich auch gut, aber vielleicht bin ich ja doch im Grunde lieber die Fahrrad-Fahrerin.

Zum Glück bin ich relativ gelassen geworden und seit ich mein Sabbat-Jahr habe fahre ich eh meist Fahrrad, Bahn oder Flugzeug (ja ich weiß, die CO2-Sache). Wenn man Zeit hat ist alles gut….oder ich habe es inzwischen ein wenig gelernt!

Der Schwan – Rainer Maria Rilke

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Heute kam ich mir vor wie in dem Film „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“. Rilke hat in dem Gedicht „Der Schwan“ auch ein Stück unseres Lebensflusses beschrieben. Was meint ihr?

Der Schwan

Diese Mühsahl, durch noch Ungetanes
schwer und wie gebunden hinzugehn,
gleicht dem ungeschaffnen Gang des Schwanes.

Und das Sterben, dieses Nichtmehrfassen
jenes Grunds, auf dem wir täglich stehn,
seinem ängstlichen Sich-Niederlassen – :

in die Wasser, die ihn sanft empfangen
und die sich, wie glücklich und vergangen,
unter ihm zurückziehn, Flut um Flut;
während er unendlich still und sicher
immer mündiger und königlicher
und gelassener zu ziehn geruht.

Aus: Neue Gedichte (1907) Rainer Maria Rilke

(Quelle: http://www.rilke.de)

Achterbahnfahrt

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Zunächst bemerken wir es nicht. So oft begegnen wir Menschen. Doch plötzlich ist es da! Dieses merkwürdige nicht einzuordnende Gefühl der Wärme. Die Elementarteilchen, die alle durcheinander purzeln, wie wild gewordene Pollen in der Luft. Es zu beschreiben fällt gar nicht so leicht, denn immer wieder ändert sich die Richtung der Flugbahn. Alles im Körper wird durcheinander gewirbelt und man weiß überhaupt nicht mehr, wo einem der Kopf steht.

Und das Herz? Das arme Herz hat viel zu kämpfen, mit dem Adrenalin-Stoß wenn man seine plötzliche Liebe erkennt, sie berührt oder schmeckt. Dann kommen auch noch die Schmetterlinge im Bauch in Trubel. Ein wildes Geflatter und Gedränge an diesem kleinen und doch so wichtigem Ort. Fluchtartig wollen sie diesen verlassen, kreisen in unserem Universum und alles scheint rosarot.

Nicht zu vergessen, die Wärme in unserem Körper. Langsam steigt sie auf und explodiert beim ersten Blick oder der ersten sanften Berührung. Schnell wollen wir uns verstecken, weil es niemand bemerken soll.

Das Vakuum zweier Menschen, die sich kurz und intensiv begegnen.

Und dann? Geht jeder seiner Wege und man fühlt sich wieder verloren und muss sich wieder erden. Irgendwann ist alles wieder normal, bis die Achterbahnfahrt bei der nächsten Begegnung von Neuem beginnt.

 

„Was für ein Typ“

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Louise Nevelson Ɨ 1988 studierte Malerei und Bildhauerei. Folgendes Zitat ist von ihr: „Ich glaube, wir wählen von beidem, dem, was wir von uns selbst begreifen, wie auch von dem, was wir um uns herum wahrnehmen. Unser Bewusstsein selektiert; es sucht sich aus, was uns besser gefällt.“

„ein Fremder betritt den Raum – was fällt Ihnen als erstes auf“…..das ist das Thema aus „Raum zum Schreiben“. Es geht darum, wen man oberflächlich oder besonders gut kennt und regelmäßig begegnet. Es ist für mich eine besondere Herausforderung, denn ich „kenne“ diesen Menschen nicht gut, aber begegne ihm regelmäßig. So ist eben hier die Frage, wie soll ich ihn beschreiben. Wenn wir nun die Aussage von Louise zugrunde legen, dass unser Bewusstsein selektiert und wir uns aussuchen, was uns besser gefällt, dann finde ich, ist dies ein spannendes Thema. Denn schreiben wir dann aus der Erinnerung der Empfindungen oder beflügelt uns die Phantasie? Was meint ihr? So schreibe ich einfach mal los:

Die Person, die mir begegnet kommt unverhofft und berührt mit Worten meine Seele. Wie ein schöner Stein, den ich beim Spazierengehen am Rhein finde. Er ist rund und hat viele Maserungen und Farben. Ich konzentriere mich mit meinem Gefühl auf diesen Menschen, den ich real kaum kenne. Regelmäßig bereiten mir die Worte viel Freude, vor allem die ernst gemeinten Komplimente.  Ich glaube ihn zu erfassen mit allen Windungen der Formen und doch überrascht er mich immer wieder neu. Dieser Stein kommt immer wieder ins Rollen wie der Fluss des Lebens und es ist schön, ihn anzusehen. Wenn dieser Stein spricht oder seine Melodie spielt, bin ich auf sensible Art mit ihm verbunden. Er ist nachdenklich und sehr naturverbunden und respektvoll gegenüber den Dingen. Was ich vermisse, ist das Blitzen in seinen Augen oder die Art wie er spricht. Denn genau dies kann ich nicht erfassen. Aber wer weiß, vielleicht werde ich auch eines Tages seine Stimme hören oder sehen wie er sich bewegt, wo er zu Hause ist. Auf jeden Fall ist es eine Begegnung, die ich nie vermissen möchte.

Aber was ist, wenn ich seine Eigenarten kennen lerne und diese Person gar nicht so entspricht, wie ich sie gefühlt habe? Die Musik in meinen Ohren dann nicht so klingt, wie die Lebensmelodie der Person spielt? Dann glaube ich, bin ich einfach in Liebe und ziehe mit dem Fluss des Lebens weiter!

 

 

 

 

Die Sache mit den Ameisen

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Die Sache mit den Ameisen

Es trug sich zu, dass vor ein paar Tagen Ameisen in meinem Klo schwammen. Bisher dachte ich immer, Ameisen könnten nicht schwimmen. Oh ich kann euch versichern, das tun die sehr ordentlich und wehren sich mit aller Kraft vor dem Untergang.

Ich habe sie trotzdem bezwungen und mit zwei Eimern Wasser, schwungartig herunter gespült. Im Kanal können sie dann ans Ufer paddeln und ihre Freiheit genießen. 

Ich beobachtete fortan dieses Örtchen, an dem ich gerne alleine bzw. ungestört bin und auch gerne bleiben möchte. Ich kam zu folgendem, vorläufigen Ergebnis:

  • Nach einem großen Geschäft traten regelmäßig Ameisen auf, die im Wasser paddelten.
  • Nach dem kleinen Geschäft traten nie Ameisen auf.

Unter dem Toilettenrand befand sich kein einziges Exemplar. Woanders auch nicht. Dass die possierlichen Tierchen aus der Wasserleitung kommen, erschien mir eher unwahrscheinlich.

Fazit:  Ameisen im Darm! Ist nicht wahr, oder??

Ich legte mich sofort aufs Bett, rief meinen besten Freund an und konzentrierte mich auf meinen Körper, ob da irgendwo etwas kribbelt und krabbelt. Also ein komisches Gefühl war es schon, wenn es auch nicht direkt gekribbelt hat.

Mein Freund war mir in diesem verzweifelten Moment  eine wirklich große Hilfe mit seinem Lachen und den blöden Bemerkungen. Klar, das kommt natürlich von dem Grünzeug, das ich immer esse. Ameiseneier mit gegessen. Wenn ich drüber nachdenke, kribbelt es wieder.

Und die Krönung schließlich war sein Einwurf, dass Ameisen nach geopathologischer Auffassung Störfelder suchen. Was will er mir denn damit sagen??

Ich ergriff die Initiative, fischte ein paar der Tiere aus dem Klo und bewegte mich in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Dem diensttuenden Arzt stellte ich das Marmeladenglas hin und sagte, ich glaube ich habe diese Ameisen im Darm.

Der Doktor schaute ein wenig wie eine Gans, wenn`s donnert, hatte sich aber erstaunlich gut im Griff, prustete also nicht los vor Lachen, sondern erklärte mir ruhig und glaubhaft, dass dies nicht möglich sei und er so etwas in seiner 51jährigen Laufbahn auch noch nie gehört habe.

Erleichtert, aber noch lange nicht zufriedengestellt, eilte ich nach Hause, holte meinen eben erwähnten Freund hinzu, der schließlich noch etwas gut zu machen hatte. Ich erinnere an „Störfelder“!

Wir leuchteten den Rand mit einem Spiegel ab und öffneten den Spülkasten, wodurch das Übel  endlich ans Tageslicht kam.

Ein Ameisenvolk hatte meinen Spülkasten zum Schwimmbad umfunktioniert. Die meisten krabbelten am oberen Rand entlang, ca. 30-50 Exemplare schwammen munter auf  der Wasseroberfläche.

Da ich nach dem kleinen Geschäft immer die Wasserspartaste drücke, wird der Behälter nur halb leer, die Ameisen auf der Wasseroberfläche bleiben also drin.

Nach dem großen Geschäft drücke ich immer die große Taste, die den Behälter ganz leert. Die Ameisen, die unglücklicher Weise gerade ein Bad nahmen, werden mit raus gespült und halten sich wacker auf der Wasseroberfläche in der Schüssel. Hier kommen dann wieder die zwei Eimer Wasser ins Spiel.

Nachdem wir sämtliche Ameisen mit der Gießkanne weggespült haben beschäftigt mich die Frage, was dieses Störfeld in meinem Wasserkasten zu suchen hat. Oder haben wir vielleicht ein geheimes Trainingslager ausgehoben, wo sich die Ameisen auf die Auswirkungen der Klimaerwärmung vorbereiten??

Wer weiß es wirklich??

Ameisen traue ich alles zu!

Aber alles hat etwas Gutes, mein Freundeskreis amüsiert sich immer noch köstlich und die netten Menschen im Krankenhaus sicherlich auch. Hätten wir Toiletten wie in China (siehe Beitragsbild) wäre das sicherlich nicht passiert.

Wettervorhersage

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Aus Raum zum Schreiben: menschliche Qualitäten auf unbelebte Dinge zu übertragen – heißt Anthropomorphismus…

Johann Wolgfang von Goethe sagte:

 „Wir werden geformt und gestaltet durch das, was wir lieben.“

Die Blume ist kopflos.
Der Stein zerbricht.
Der Baum tanzt.
Das Glas liebt.
Der Vogel ist verstummt.
Der Tsunami erstarrt.
Das Metall glüht.
Die Eintagsfliege ist glücklich.
Das Krokodil lächelt.

DSC_0291

Die Pflanze weint.
Der Lachaffe verzweifelt.
Die Kokosnuss schmilzt.
Das Bild ist sprachlos.

Die Säule fließt.

Der Geist ist sichtbar.

Das Haus lässt los.
Der Vulkan lacht.

Bin für Gegenvorschläge offen….

Meine schönste Jahreszeit

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Meine schönste Jahreszeit

Ich erinnere mich sofort an die erste Autofahrt in dieser Jahreszeit durch den Hunsrück auf der A61 in Richtung Heimat meiner Tante. Es ist schon sehr lange her. Die vielen bunten Nuancen der Bäume in den Wäldern haben mich so abgelenkt, dass mir die Fahrt gar nicht mehr so lange vorkam.

Der besondere Augenblick war die Bewegung und das Ineinanderfließen der Farben. Als hätten sie sich abgesprochen, unser Auge zu erfreuen. Es erfüllte mich mit einem sehr starken Glücksgefühl und kein Abschnitt glich dem Anderen. Mal waren es die Gelb-Braun-Töne und dann schlich sich einfach so das Feuerrot hinein, dazwischen immer wieder grün. Am liebsten wäre ich ausgestiegen, um den Duft und das Rauschen des Windes einzufangen. Ich habe mir als Kind immer vorgestellt, dass die Bäume mit mir sprechen und ihre Geschichte erzählen.

Noch heute habe ich eine besondere Verbindung zu Bäumen, besonders in der Herbstzeit. Sie bereiten sich auf den Winter vor, indem sie alles abwerfen. Es ist wie los lassen. Das ganze Jahr über haben sie uns Schatten gegeben, Knospen, Früchte, ihre anmutige Blütenpracht oder für bessere Luft gesorgt. Die Energie der Bäume ist unfassbar. Im Winter bieten sie den Tieren Zuflucht und Unterschlupf an.

Am schönsten ist aber der Duft des Laubes – sofern man nicht allergisch ist. Im Wald schwebt uns der Duft eher sanft entgegen, feucht und vielseitig. Denn auch die Nadelbäume verstreuen ihren starken Duft. In der Stadt nehmen wir den Geruch vielleicht eher modrig und leicht schimmelig war, vermischt mit der Abgasluft.

Immer wenn ich kann, schlurfe ich durch das herunter gefallene Laub und wirbele es auf. Nur so kann man die ganze Schönheit erfassen, mit dem Tast-, Geruch- und Hör-Sinn. Das mit dem Schmecken sollten wir dann wohl lieber sein lassen. Besonders schön ist das rascheln und knacken, wenn die Blätter vom Morgenfrost befallen sind.

Für Alle, die sich nicht mehr an so ein Gefühl erinnern können, schaffen es vielleicht jetzt wieder.

Ich freue mich schon aufs nächste Jahr!

Raum zum Schreiben – Jahreszeiten

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Raum zum Schreiben – Jahreszeiten

Meine liebste Jahreszeit ist …… der Herbst!

Ich erinnere mich sofort an die erste Autofahrt in dieser Jahreszeit durch den Hunsrück auf der A61 in Richtung Heimat meiner Tante. Es ist schon sehr lange her. Die vielen bunten Nuancen der Bäume in den Wäldern haben mich so abgelenkt, dass mir die Fahrt gar nicht mehr so lange vorkam.

Der besondere Augenblick war die Bewegung und das Ineinanderfließen der Farben. Als hätten sie sich abgesprochen, unser Auge zu erfreuen. Es erfüllte mich mit einem sehr starken Glücksgefühl und kein Abschnitt glich dem Anderen. Mal waren es die Gelb-Braun-Töne und dann schlich sich einfach so das Feuerrot hinein, dazwischen immer wieder grün. Am liebsten wäre ich ausgestiegen, um den Duft und das Rauschen des Windes einzufangen. Ich habe mir als Kind immer vorgestellt, dass die Bäume mit mir sprechen und ihre Geschichte erzählen.

Noch heute habe ich eine besondere Verbindung zu Bäumen, besonders in der Herbstzeit. Sie bereiten sich auf den Winter vor, indem sie alles abwerfen. Es ist wie los lassen. Das ganze Jahr über haben sie uns Schatten gegeben, Knospen, Früchte, ihre anmutige Blütenpracht oder für bessere Luft gesorgt. Die Energie der Bäume ist unfassbar. Im Winter bieten sie den Tieren Zuflucht und Unterschlupf an.

Am schönsten ist aber der Duft des Laubes – sofern man nicht allergisch ist. Im Wald schwebt uns der Duft eher sanft entgegen, feucht und vielseitig. Denn auch die Nadelbäume verstreuen ihren starken Duft. In der Stadt nehmen wir den Geruch vielleicht eher modrig und leicht schimmelig war, vermischt mit der Abgasluft.

Immer wenn ich kann, schlurfe ich durch das herunter gefallene Laub und wirbele es auf. Nur so kann man die ganze Schönheit erfassen, mit dem Tast-, Geruch- und Hör-Sinn. Das mit dem Schmecken sollten wir dann wohl lieber sein lassen. Besonders schön ist das rascheln und knacken, wenn die Blätter vom Morgenfrost befallen sind.

Für Alle, die sich nicht mehr an so ein Gefühl erinnern können schaffen es vielleicht jetzt wieder.

Ade mein Herbst …. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr!