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Was bedeutet das eigentlich – LEBEN?

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Diesen Satz habe ich in der Zeitschrift DIE ZEIT gefunden, er hat mich sehr beschäftigt.

Was bedeutet – LEBEN? Sicher für jeden Menschen etwas anderes. Was bedeutet es für Euch?

Ich habe lange darüber nachgedacht. Es ist nicht das durch den Tag hangeln, die Hetze nach „was eigentlich?“ oder Bedürfnisse anderer Menschen erfüllen. Weder die ständige Verbundenheit ohne Verbunden zu sein noch die Party, die man meint zu verpassen. Auch nicht die Termine, die uns lähmen, weil wir so viel wie möglich in die Woche packen wollen um jedem gerecht zu werden.

Für mich bedeutet LEBEN das fließende Wasser mit Stromschnellen, Hindernissen, Geraden und Kurven. Wie langweilig wäre es, wenn alles glatt läuft? Es ist ein Schiff, welches mal schnell und auch langsam fährt. Durch Hindernisse gestoppt wird um nachzudenken und zu fühlen, ist das Tempo noch richtig oder kann ich auch mal anlegen. Den Kurs neu ausrichten und neue Wege versuchen. Die Umgebung zu genießen und überhaupt wahrzunehmen. Den Menschen zuzuhören und auch mal beiseite zu stehen. Nach innen zu schauen um zu Erkennen, ob es noch mein Weg ist. Jeden Tag möglichst bewusst zu leben und die Dinge zu tun, die ich mag oder mir Freude bereiten, ohne mich verbiegen zu müssen. Freude leben und Liebe spüren. In Liebe sein und sich ein Stück mit der Welt verändern.

Ja – das ist für mich Leben. Denn mein Motto war schon immer: Stillstand ist der Tod!

 

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Der Schwan – Rainer Maria Rilke

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Heute kam ich mir vor wie in dem Film „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“. Rilke hat in dem Gedicht „Der Schwan“ auch ein Stück unseres Lebensflusses beschrieben. Was meint ihr?

Der Schwan

Diese Mühsahl, durch noch Ungetanes
schwer und wie gebunden hinzugehn,
gleicht dem ungeschaffnen Gang des Schwanes.

Und das Sterben, dieses Nichtmehrfassen
jenes Grunds, auf dem wir täglich stehn,
seinem ängstlichen Sich-Niederlassen – :

in die Wasser, die ihn sanft empfangen
und die sich, wie glücklich und vergangen,
unter ihm zurückziehn, Flut um Flut;
während er unendlich still und sicher
immer mündiger und königlicher
und gelassener zu ziehn geruht.

Aus: Neue Gedichte (1907) Rainer Maria Rilke

(Quelle: http://www.rilke.de)